Mit einem sogenannten Fahrradschutzstreifen möchte die SPD Fraktion den Radfahrverkehr in Ludweiler attraktiver und sicherer machen. Eine entsprechende Initiative brachte Fraktionsvorsitzender Erik Kuhn ein: „Was überall in der Republik möglich ist – unter anderem auch auf der vielbefahrenen B51 in Burbach – muss auch in Völklingen gehen.“ stellt er fest.

„In Ludweiler gibt es genug Parkraum am Fahrbahnrand und auf privaten Flächen, so dass die Schutzstreifen keinen Nachteil bedeuten. Radfahrer fühlen sich auf diesen Streifen sicherer, weil sie besser wahrgenommen werden. Zudem wird der Autoverkehr durch die optische Straßenverengung beruhigt.“, so Kuhn weiter. „Nach erfolgreicher Erprobung in Ludweiler erwägen wir eine Anbindung von Lauterbach über den Radweg an der L165 bis zum Leinpfad nach Wehrden.“

Da der Radverkehr im neuen Völklinger Verkehrsentwicklungsplan eine größere Rolle spielen soll, scheint auch Bürgermeister Bintz einer solchen Lösung nicht abgeneigt. Ein Planungsbüro befasse sich bereits mit dem Vorschlag der SPD. Die Arbeit am Verkehrsentwicklungsplan werde noch im Mai mit einem weiteren Bürgerforum und einer Bürgerversammlung fortgesetzt, versprach der Bürgermeister in einem Antwortschreiben an die SPD Fraktion. Hier soll der Schwerpunkt Radfahren „als Gesamtkonzeption für das Stadtgebiet“ bearbeitet werden.


Hintergrund:

Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn und durch eine dünne, unterbrochene Linie gekennzeichnet. Sie sind mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet. Autos dürfen auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise fahren, z. B. in einer engen Straße, wenn zwei Busse sich begegnen. Halten bis zu drei Minuten ist auf Schutzstreifen zulässig. Die Breite der restlichen Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen ist so gewählt, dass zwei Autos sich in der Regel begegnen können. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr.

Radfahrstreifen sind von der Fahrbahn durch eine dicke, durchgezogene Linie getrennt und ebenfalls mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet. Zum Fahrbahnrand oder zu parkenden Autos können sie zusätzlich mit einem dünnen durchgezogenen Strich abgegrenzt sein. Autos dürfen auf Radfahrstreifen nicht fahren, halten oder parken. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr, soweit nicht eigene Signale aufgestellt sind.

Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg

Anfrage: Fahrradschutzstreifen