Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Herr Lorig!

Zum Bericht der Saarbrücker Zeitung „Jetzt geht's ans Personal“ vom 4.1.2016

Wenn Mitarbeiter nicht freiwillig gehen wollen, müssen sie gekündigt werden“, fordert Oberbürgermeister Lorig im SZ-Interview.

Aber warum sollten unbescholtene Stadtwerke-Mitarbeiter freiwillig gehen und finanzielle Einbußen oder sogar Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen, wenn einer der Hauptschuldigen am Desaster – Lorig selbst – sich zurücklehnt und poltert: „Ich sehe keinen Grund früher zu gehen, ich ziehe das durch bis 2019“?

Zudem hatte er jahrelang dem Fehlverhalten des ehemaligen Geschäftsführers Dahm zugesehen und sich schützend vor ihn gestellt. Forderungen nach einer Entlassung wies er immer wieder zurück.

Sein Interesse sollte nun darin liegen, dass sich Geschäftsführung und Betriebsrat über sozialverträgliche Transfermaßnahmen einigen. Es ist nicht Sache des Stadtrates, „seine Meinung zu ändern“, wie Lorig fordert, und betriebsbedingten Kündigungen zustimmen. Mit solch schroffen Forderungen wird Lorig kein Klima schaffen, in dem die Probleme gemeinsam gelöst werden können. Damit setzt er die Existenz der Stadtwerke leichtfertig aufs Spiel.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Herr Lorig, und machen Sie Platz für einen Neuanfang!